SPD Greifswald lehnt Koalitionsgespräche einstimmig ab

Auf der gestrigen Sitzung hat der Ortsverein Greifswald sich mit den Sondierungsergebnissen der Verhandlungsgruppen von SPD und CDU/CSU auseinandergesetzt. Die Ablehnung weiterer Koalitionsgespräche erfolgte einstimmig.

Verhandlungserfolge von Manuela Schwesig allein sind nicht genug.

Die Verhandlungserfolge von Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin und Landeschefin der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, alleine reichen nicht für eine Zustimmung zur Neuauflage der Großen Koalition. Das beschlossen die Mitglieder der SPD in Greifswald einstimmig auf einer Sitzung am Dienstag.

„Mehr Bundesmittel für den Ausbau von Ganztagsbetreuung, die Anhebung der BAföG-Leistungen sowie eine Mindestvergütung für Auszubildende wurden von den Mitgliedern begrüßt“, so Michael Hosang, Vorsitzender der SPD Greifswald, „demgegenüber stehen jedoch ein weiteres Aufweichen des Renteneintrittsalters, ein lückenhaftes Rückkehrrecht in Vollzeit und ein widerspruchsbefreites ‚Weiter so’ in der Koalition. Das überzeugt nicht.“

Daneben standen insbesondere die mangelhafte Mietpreisbremse, mutlose Rentenversprechen und eine unzureichende Entwicklungszusammenarbeit mit den Krisenregionen der Welt im Fokus der Kritik. Grundsätzliche Lösungen gesellschaftlicher Schieflagen erwarten die Genossinnen und Genossen von der Großen Koalition nicht mehr.

„Viele haben vor vier Jahren noch die Große Koalition mit unterstützt. Dieses Mal fehlt uns aber ein Projekt von der Tragweite des Mindestlohns“, so Hosang abschließend.

Das Votum nimmt der Ortsvereinsvorsitzende mit zu einer Sitzung des erweiterten Landesvorstandes am Freitag. Dort berät Manuela Schwesig die Ergebnisse der Sondierung mit dem Landesvorstand, den Delegierten zum Sonderparteitag sowie den Kreis- und Ortsvereinsvorsitzenden.

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